Samstag, 1. November 2008

Halloween Jimmy oder....

....Jimmy und (s)ein Grieche....
































Sonntag, 26. Oktober 2008

Igor und Norman on stage again!


Zuschauer bitte keinesfalls Gummistiefel vergessen, denn die Ankündigung hat sich bewahrheitet: nichts überschwemmt die Hugenottenhalle so intensiv mit Lachtränen wie das Mundart Theater Neu Isenburg mit der "Vertagten Hochzeitsnacht"!




….im Ernst, schon mal wirklich Tränen gelacht? Das kann richtig, richtig weh tun! Und da gab es hier kein Erbarmen! Allen voran Thorsten Wszolek als der geniale Kopf des Ganzen hat den Saal von den Stühlen gerissen!
Und fand ich „Die Lokalbahn“ schon atemberaubenst, muss ich für dieses Mal wohl einen anderen Superlativ finden!!!!

Und das gilt insbesondere und ganz speziell für Igor!
Kaum zu beschreiben, wie total krass er sich die Seele aus dem Leib gespielt hat!!!! Noch Stunden später war ich schlicht sprach- und wortlos!!!!

Sein Dr. Zerbedeus….durchgehend hemmungslos verzweifelt ob des ihm völlig zu Unrecht vorgeworfenen Ehebruchs noch in der Hochzeitsnacht und in Wirklichkeit doch so ganz und gar unschuldig und harmlos, der Allerärmste!
Ein Haarsträhnchen zu einem kleinen Bürzel zusammengezwirbelt, die hübschen Beine versteckt in Kniebundhosen und ganz verkrampft, sein Mützchen vor Verzweiflung knetend und bitterlich heulend hatte er schon allein deshalb etwas so Rührendes, dass man ihn einfach lieb haben MUSSTE!!!! Ein krasses Bild der Verzweiflung und des Jammers! Da konnte KEINER im Saal cool bleiben und so manche „oooooochhhhhhhh….“ Welle wogte durch die Reihen!!!!
Durch alllerlei Verwicklung geriet sein Ansehen dann auch noch ganz ohne sein Zutun immer weiter in einen Sumpf von Missverständnissen!
Natürlich hat sich am Ende doch alles zur glücklichen Wiedervereinigung mit seiner frischangetrauten Ehefrau aufgeklärt, aber wie es genau dazu kam, hab´ ich jetzt leider gar nicht richtig mitbekommen?! Dr. Zerbedeus hat mich wohl abgelenkt….irgendwie....


Montag, 20. Oktober 2008

Alles was zählt....

Uiuiuiui Roman!
Diese blöde Eisshow baumelt wie ein fieser fetter Köder von Schlägerjennys Angel direkt vor Deinem Gesicht herum! Mist – warum siehst Du nicht, dass der Wurm mehr als stinkt? Oder vielleicht riechst Du den ungenießbaren Braten auch schon….warum bitteschön lässt Du dann nicht Deine zarten Finger davon und Dich stattdessen doch immer wieder ´rumkriegen? Das ist zum Weinen!
Will ich etwa, dass Du zwischen den Fronten zerrieben wirst, kleingeschreddert und dann entsorgt?
NEIN!!!!
Ich will Dich geborgen, umsorgt, gehegt und gepflegt sehen! Du glaubst es vielleicht nicht, aber ich brauch´ das!!!!
Deshalb bitte: Nimm doch Vernunft an *fleh* und die Tatsache zur Kenntnis, dass Du aber auch sowas von auf dem Holzweg bist!
Fast ist es ja schon zu spät, um in die Kuscheligkeit Deines Nestchens zurückzukehren, aber die Tatsache, dass es bei den anderen da eh´ drunter und drüber geht im Moment könnte Dir womöglich noch das eine oder andere klitzekleine Schlupfloch bieten….
So pleeeeaaaase....

Samstag, 18. Oktober 2008

Alles was zählt....

Huch Deniz…
nach der neuesten Vorschau weiß ich echt nicht, was man Dir noch alles für oberpeinliche Abwege zuschustern wird. Aber eigentlich will ich es auch lieber gar nicht wissen. Du wahrscheinlich auch nicht.
Langsam wird es lästig. Ich mag nimmer!
Nicht nur dass Du Dich schon in diesem Schweinekostüm lächerlich machen und Dir rauschendes Gift durch die Nase ziehen durftest, ganz abgesehen von den albernen Juckpulverattacken und einigem anderem, was mein Gedächtnis gnädigerweise inzwischen verdrängt hat, jetzt also auch noch ein kleines bisschen viel Callboyleben mit von Woche zu Woche schaurigeren Varianten.
Nä!!!!
Ich schäme mich!
Nicht für Dich, aber dafür, dass ich meine gesamte Umgebung immer wieder heiß mache auf eine so geniale Serie.
Okay….sie ist immer noch genial....gewissermaßen....aber ich muss das inzwischen deutlich einschränken...("....bitte seht Euch das nicht an....!")!
Gerade in Deinem Fall hat das Ganze nämlich inzwischen so blanke und erschreckende Aussetzer, dass mir übel wird! Und glaub´ mir, das ist noch kühn untertrieben!!!!
Oder soll das alles am Ende schlicht und ergreifend komisch sein?
Sorry….für mich nicht…in meinen Augen passt nur dieses eine Wort….peinlich oder noch ein anderes, für das ich grad´ keine passende deutsche Übersetzung finde: stupid!

*HEUL*…armer Deniz…..was macht man da nur mit Dir???? Womöglich wirst Du am Ende völlig gefrustet den ganzen Kram einfach hinschmeißen? Das Weite suchen? Lieber bei Florian Silbereisen einsteigen und da die Seniorinnen (und Senioren) beglücken????
*Japs*….Sieh´ Dir das an…das Ganze hat jetzt sogar MICH schon dazu gebracht, mir ganz neue Horrorszenarien für Dich auszudenken!
Hilfe!
DAS MUSS AUFHÖREN!!!!
Rette Dich, wer kann!!!!
Auf der Stelle wirst Du Dich jetzt weigern, weiter solchen Mist zu fabrizieren und Dich stattdessen rat- und schutzsuchend an Roman wenden, wo Du sowieso hingehörst!!!!
Bitteeeee!!!!
Also warum nur alle diese nervtötenden und entwürdigenden Umwege????

Und wir können alle nur knierutschend Roman anflehen, dass er Dich in einem dermaßen verkorksten Zustand überhaupt noch retten und haben WILL!
Erste Zweifel scheinen da erlaubt - und zumindest das MUSS Dich doch zur Besinnung bringen!!

Dienstag, 24. Juni 2008

Igor und Norman auf der Bühne in Neu Isenburg….“Die Lokalbahn“ 22.06.2008


Zum Inhalt in aller Kürze:
Mitte des neunzehnten Jahrhunderts....Ortsvorsteher Hubert Hunkel hat zweieinhalb Schwiegersöhne, die allesamt nicht so recht nach seinem Geschmack sind: Da wäre als erster Theobald, gespielt von Igor – sehr arbeitslos, aber auch sehr fruchtbar und dementsprechend fleißig was die Nachkommenschaft angeht. Zwei kleine Buben hat er schon zustande gebracht und arbeitet ganz offensichtlich mit seiner lieben Frau *backstage* am dritten Enkel, was jedesmal überdeutlich wird, wenn die zwei wieder auf die Bühne rennen, atemlos und ihre Kleider heftig sortierend, wobei sie auch schon mal mit vereinten Kräften versuchen, Theobalds Reißverschluss wieder zu richten….*gg*! Ganz abgesehen davon, dass die lieben Kleinen sich wundern, warum das Bett, in dem sie liegen, während Papa Theobald ihnen eine Gute Nacht Geschichte vorliest, ganz und gar zusammengebrochen ist....
Heribert (gespielt von Norman) ist da das ganze Gegenteil: eher auf der Flucht vor seiner lieben Frau muss er sich wegen seiner Zurückhaltung und dementsprechender Erfolglosigkeit einiges an Häme gefallen lassen.
Der dritte Schwiegersohn im Bunde ist noch „in spe“, aber auch nicht viel mehr beliebt: ein sehr steifer Justizmensch, dem totale Korrektness über alles geht.
Mit dieser gibt es ein Problem, als Hubert mit dem Auftrag, für Neu Isenburg das bestmögliche aus der ersehnten Eisenbahnanbindung herauszuschlagen beim Minister persönlich vorspricht und sich anschließend für seine Durchsetzungskraft als Volksheld feiern lässt. Allerdings verschweigt er – weil allzu peinlich -, dass sein hochkarätiges Treffen nur zwei Minuten gedauert hat und er im Prinzip gar nichts erreicht hat.
Wird Neu Isenburg nun abgehängt von der Lokalbahn – und noch schlimmer: muss er das alles seinen Fans und Huldigern beichten????
Der Bluff droht dann auch endgültig zu platzen, als der Minister persönlich erscheint….Und wer hätte das gedacht: gerade die missratenen Schwiegersöhne retten ihm in einem zünftigen Showdown den Kopf!

….das ganze verpackt als Comedy Musical und auf „hessisch“…mit Sicherheit eine Herausforderung für Igor und Norman!
In die Wiege gelegt ist beiden der Dialekt nicht, aber selbst den kann man ja lernen….wenn´s auch schwer ist und sich garantiert komisch anfühlt – aber ich glaube, unter den Zuschauern war keiner dabei, der nicht nachsichtig gewesen wäre!
Igors tapfere Versuche bei einigen kürzeren Einsätzen waren auf jeden Fall gelungen....mehr noch: einfach nur zum Niederknieen anbetungswürdig….die längeren Passagen auf Hochdeutsch zwischen all´ dem routinierten Hessisch der Schauspielkollegen aber für manchen Zuschauer wahrscheinlich auch willkommen, da für nicht geübte Ohren doch vertrauter!
Auch Igors allererster Auftritt: ein gesungenes Statement – Hut ab! Von seinem excellenten Mienenspiel ganz zu schweigen….er wirkte so locker, lustig und schlaksig, dass das allein den Spass schon wert war! Herzerwärmend außerdem, wie innig und liebevoll er mit seinen beiden Schauspielkindern umgeht....
Zu richtig großer Hochform lief er dann in dem erwähnten Showdown auf, als er im Russenoutfit mit Händen und Füßen und in russischer Sprache nach Herzenslust spielen und toben durfte, um den hohen Gast zu überzeugen!
Vorher hatte er schon alle (auf der Bühne *seufz*) anwesenden Damen sehr russenstylisch mit einem herzhaften Begrüßungsschmatzer rechts und links beglückt, als er von Heribert zusätzlich aufgefordert wurde: "die Männer auch!" Sein Kommentar darauf: "....ach Du Scheiße...."…dazu sag´ ich jetzt mal nichts mehr weiter....*gg*….
Norman durfte als gebürtiger Bremer in eben diesem Showdown einen echten Friesen mimen ….die Rollen waren perfekt ausgesucht!
Und Russe und Friese gelingt es doch dann tatsächlich – mit der Unterstützung von einigen wenigen, aber umso hochprozentiger gefüllten Gläschen, den Minister ´rumzukriegen und Huberts Image wieder ganz und gar strahlend rein zu waschen!

Hach – war das schön!

Kurz und gut: mir steht immer noch das Grinsen im Gesicht! Ich fürchte, das gibt ganz viele neue Lachfältchen! Aber wen stört´s!

Donnerstag, 19. Juni 2008

Blackpool!

....cool!!!!










































Blackpool: Town of Amusement – „Klein Las Vegas“ – „Las Vegas für Arme“
Nicht nur das wichtigste Tanzevent der Welt ist hier beheimatet - unser eigentliches Ziel der Reise - , sondern es wimmelt in der gesamten Stadt nur so von Casinos und Attraktionen, Rummelplätzen und Spielhallen! Bunt und laut und lauter Leute!

Wikipedia erklärte uns wie es zu so einem Stadtgetümmel kommen konnte:
Blackpool ist oder besser „war“ danach der Inbegriff der britischen Seebadferien und Geburtsstätte des modernen Massentourismus insbesondere zu Beginn des 20. Jahrhunderts….sozusagen ein einziger großer Vergnügungspark für Englands Industriearbeiter direkt an der irischen See. Gedacht zum preisgünstigen Relaxen Tausender von der eintönigen Fließbandarbeit! Aha!
Das änderte sich dann wohl….denn als die Mittelmeergegend mehr und mehr moderner und erschwinglicher wurde, wanderten die Touristen nach und nach dorthin ab und wie es in einem Focus online Artikel dann allerdings nicht sehr freundlich heißt: Blackpool zerfiel….und - geht noch schlimmer weiter:….wurde „billig, ranzig und schal“. Kein freundliches Urteil also, eher vernichtend….
*Seufz* Also von „billig“ kann nicht die Rede sein, fand ich jedenfalls nach einem Blick ins Portemonnaie, ein gewisser morbider Charme ließ sich allerdings nicht leugnen, als wir mit unseren Koffern vom Bahnhof in Richtung Hotel gerumpelt sind….muss ich zugeben. Manche Häuser sahen einfach extrem verlassen aus und ich rechnete schon damit, dass jeden Moment einer dieser trockenen Grasbüschel die Straße heruntergerollt kam, wie man sie aus einschlägigen Western kennt. Aber in welcher Stadt ist schon die Gegend hinter dem Bahnhof hübsch und präsentabel? Außerdem war bei unserer Ankunft schon später Abend, da haben schließlich eh´ viele Geschäfte geschlossen (warum man die aber gleich zunageln mußte?).
Bei einem Restaurantbesuch zwei Tage später sind wir mit der sehr netten Besitzerin ein bissel ins Plaudern gekommen und sie stellte mehr fest als zu fragen, dass wir sicher wegen des Tanzturniers hier seien? Mein „…and a little bit Sightseeing…“ quittierte sie dann mit großen ungläubigen Augen! Wo bitte gäbe es hier Sightseeing???? Na ja…überall, oder? Konnte sie kaum glauben und ihr vernichtendes Urteil über Blackpool gipfelte in einem „It coudn´t get worse“! Vor Jahren wäre die Stadt noch recht ansehnlich gewesen, aber jetzt – betrunkene Jugendliche an jeder Straßenecke und am schlimmsten: die Scharen von Junggesellenabschiedsfeiernden mit ihrer oft zweifelhaften und etwas peinlichen Aufmachung und noch zweifelhafteren Spielchen.
Letztere sind uns auch öfter begegnet *schauder*, ansonsten kann ich mich eigentlich nicht beschweren? Ich bin da zwar etwas vorsichtig, schließlich hatten wir nur einen Einblick von wenigen Tagen, aber trotzdem hab´ ich das dringende Gefühl, irgendwie wohl als einer der wenigen auch mal FÜR diese arme Stadt Partei ergreifen zu müssen!


Und das fällt mir ganz sicher nicht sonderlich schwer:
Blackpool ist zunächst mal kein bisschen steril wie manche anderen Städte, und das zugegebenermaßen angefleckte Image strahlt schon eine gewisse Faszination aus! Noch dazu die Lage….so direkt am Meer und mit meinem heissgeliebten Mövenkreischen schon ab dem frühen Morgen und der Möglichkeit für stundenlange Strandwanderungen….das alles hat für mich einfach immer DAS Flair schlechthin!
Dazu herrliche Shoppingmöglichkeiten in einer netten Fussgängerzone, schnuckelige kleine Smoothiebars und Restaurants, in denen man wirklich und wahrhaftig ESSEN kann!!!! Das allein hat nach unseren bisherigen einschlägigen Erfahrungen in England schon ein bißchen Seltensheitswert! Sorry....
Gut, auf der anderen Seite können den Neuankömmling all´ diese die Vergnügungsstätten in ihrer Masse schon stark überrumpeln, denn die Attraktionen reihen sich an der kilometerlangen Strandpromanade auf wie Perlen an einer Endloskette, ebenso an den drei riesigen Piers, die ich von anderen Orten her nur als kleine unschuldige Stege kenne; hier sind ganze Rummelplätze samt Riesenrad, Schlemmerbüdchen und Autoscootern darauf gebaut! Hab´ ich so jedenfalls noch nie irgendwo gesehen! Und ringsrum gibt´s überall herrliche Sitz- und Sonnengelegenheiten!
Alles täglich geöffnet - jahrein, jahraus!!!! Vom Riesenrad hat man natürlich einen wundervollen Blick! Höhenangst sollte man zwar nicht haben - meiner Mama hat´s aber auf jeden Fall prima gefallen ("Schön frische Luft hier oben!")!
Und nicht zu vergessen: als Sahnehäubchen noch oben drauf "Pleasure Beach" am anderen Ende der Strandpromenade: Ein riesiger sehr gepflegter Freizeitpark mit 14 (!) ineinander verschachtelten Achterbahnen! Spätestens danach hängt man atemlos über der letzten freien Bank!!!! Und hat nur noch ein müdes Lächeln für Lästerer übrig….wer braucht schon langweilige und geschniegelte Schickimickiorte?


Ich hab´ ganz sicher eher wieder Lust auf Blackpool!





Wir Reisenden!
Blackpool - auch meine Mama wollte sich das nicht entgehen lassen…obwohl ich ja doch schon dachte, das Ganze kann mit ihren 86 Jahren recht anstrengend werden. Aber – kann ich ihr das abschlagen und sie alleine zu Hause sitzen lassen? Nein!
Sie war dann auch tatsächlich bestens gerüstet – hatte 1000 Kleinigkeiten akribisch genau in ihren Koffer gepackt (Ich staune!) und nix vergessen (Ich staune noch mehr!). Aber dann fingen die Probleme an! Zu Hause hat alles seinen Platz in sicherer Umgebung, aber unterwegs ist alles anders: die Sachen verschwinden, um erst später oder auch in schweren Fällen gar nicht mehr aufzutauchen. „Wo ist denn….“ Sollte bei dieser Reise zum geflügelten Wort werden. *Seufz*….Begann mit den Hausschuhen „Wo sind sie nur….“….nicht mehr zu finden….sie durchsuchte genauestens alle Schubladen und Schränke, um mir dann zuzumurmeln….“Was suche ich denn eigentlich????“
Am ersten Morgen - noch bevor ich das erste Auge aufschlagen habe - hat das große Suchen schon wieder begonnen: ich höre es rascheln und rumpeln, wuseln und murmeln….alle Tücher verschwunden, die Hausschuhe immer noch nicht wieder da.

Aber auch ich hab´ mein Teil beigetragen….am ersten Abend hatte ich das Fenster anscheinend so ungeschickt geschlossen, dass ich es danach nicht mehr öffnen konnte, so sehr ich auch daran gerissen habe. So haben wir die Nacht in ziemlicher Stickigkeit verbracht…am nächsten Morgen habe ich dann also als allererstes eine kleine Nachricht für den Roomservice geschrieben…bitte reparieren….ähem peinlich….und noch peinlicher: durch Zufall und nach nochmaligem Probieren entdeckten wir, dass alles Reißen nichts nutzen kann, wenn man das Fenster nach außen aufdrücken muss….ganz getreu englischer Verhältnisse! Schnell den Zettel fürs Zimmermädchen vernichten und weg damit! Grad´ noch geschafft, bevor sie vorsichtig klopfte *puh*!






Das Tanzturnier!
DAS sportliche Großereignis also, das jährlich in Blackpool stattfindet: das Blackpool Dance Festival – das Weltgrößte und Wichtigste, was die Tanzsportwelt zu bieten hat!
Veranstaltungsort: Die Wintergardens – mitten in Blackpool und zum Glück nur zwei Häuserecken von unserem Hotel entfernt!
Eine riesige, kunstvoll verschnörkelte, viktorianische Fassade - und einfach bombastisch, was sich dahinter dann für Raum entfaltet! Kaum zu glauben, wo alle diese Tanz- und Theaterhallen ( plus die für Blackpool unvermeidliche Spielhalle), Wandelgänge, Restaurants und Säale Platz finden – im Zentrum der größte , der eigentliche Ballsaal, der massivste, den meine ungeübten Augen je erblickt haben - sapperlot! Alles, aber auch alles, reich und kunstvoll und verschwenderisch ausgeschmückt und verziert – Gold, roter Samt, und Emporen, von denen man im dritten Stockwerk gerade mal auf halber Höhe des Palastes ist. Irgendwo oben wölbt sich dann noch die goldverzierte Kuppel darüber.
Trotzdem - angeblich alles veraltet und verschlissen, wie so mancher Internetbericht tadelt. Kann ich so nicht bestätigen: die verwinkelten Treppen und der leicht bröcklige Stuck erscheinen mir inzwischen schon als typisch englisch und führen nicht zur Abwertung! Viele altehrwürdige Theater in Londons Westend haben diesen Touch!
Hier in diesen imposanten Hallen haben auch bis vor kurzem wichtige Parteiversammlungen stattgefunden…der Torries glaub´ ich…aber die haben sich inzwischen ein anderes Quartier ausgesucht, weil´s ihnen hier nicht mehr gut genug war! Grrrr….angeblich passte die eine oder andere Falte im Teppichboden nicht zum frischen Image des jeweiligen nagelneuen Kandidaten!Egal….
Jedenfalls gab´s für uns allerhand zu sehen! An jeder Ecke zum Beispiel Tanz - VIPs wohin das Auge blicket! Brian Watson, der weltbeste Tänzer, dann noch Trainer mit dem gleichen Prädikat „besonders wertvoll“ (oder auch mal „besonders eingebildet“) aus der ganzen Welt uswusw kamen uns einfach mal so auf der Treppe entgegen oder hielten in der einen oder anderen Ecke mit bestimmt anderen VIPs angeregte Pläusche.
Dann das erste Turnier dieses Tages – 240 Paare waren am Start und sieben Wertungsrichter müssen da in 10 Runden mal vier Tänze die Besten für die nächste Runde heraussieben. Da ist es für jedes Paar wichtig, irgendwie aufzufallen und auf keinen Fall übersehen zu werden – und zwar anscheinend auch erstmal unabhängig vom Können. Dementsprechend atemberaubend sind die Kleider, sowohl in den Farben (schillernd bis grell) als auch im Design: es sind wahre Kunstwerke, die sich da entfalten, wenn die Damen Tanzhaltung einnehmen und die Roben frei schwingen lassen!
Bei 19 Paaren gleichzeitig auf der Tanzfläche geht es da schon mal hektisch zu, insbesondere beim Tango und Quickstep! Ich hab´ selten so viele Zusammenstöße gesehen!
Gegen Abend habe ich dann aber doch schlapp gemacht, muss ich zugeben – meine Füße fühlten sich in den Festschuhen an wie in einen Schraubstock gespannt!
Trotzdem also in den Hallen das Turnier noch seinem Höhepunkt entgegentobte, bin ich schon vorzeitig und auf wunden Füßen nach Hause gestöckelt….und dass, obwohl ich doch nicht einen einzigen Schritt auf dem Parkett gemacht habe!







Mittwoch, 18. Juni 2008

Tokio Hotel....Westfalenhalle....Freitag der Dreizehnte....magischer Glückstag....



































Tokio Hotel Dortmund und ein Drama….
31.03.2008
Juhubel! „Unser“ neuer Konzerttermin! Wochen vorher konnte man schon Berichte über die vor der Westfalenhalle campenden Mädels sehen! Um es mit TH zu sagen: SCHREI!
Sehr nett fand ich es allerdings dann von der Stadt Dortmunnd, dass man die bibbernden Fans in eine Halle umgebettet hat, um größere Schäden zu vermeiden! Brr – nach drei Wochen in diesem Dreck und total durchgefroren hätte doch auch niemand von den Armen eine Minute in der ersten Reihe überleben können (wenn sie es denn soweit überhaupt tatsächlich geschafft hätten!)!
Und was dann noch an Stress dazu kam: keiner wußte, ob das Konzert auch überhaupt stattfindenkonnte – Bill war krank! Stimmbänder entzündet oder was auch immer!
Wir haben uns schon seit einer Weile gefragt, ob er diese Massen von Konzertterminen aushalten kann, der Arme! Und ohne Bills Stimme nun mal kein Konzert! Ein Schlagzeug könnte man ja notfalls gerade noch so ersetzen, aber dieses unverwechselbare anhimmelungswürdige Organ? Never!!!!
Und es kam, wie es kommen konnte….Schreckensmeldung : Alle Konzerte mussten bis auf weiteres ausfallen und Bill unters Messer! Armer Schnucki! Ohne Stimme ist schlecht singen....jammer! Wir hofften natürlich heftig, dass die Operation gut verlaufen würde und wir seine Stimme hinterher noch wieder erkennen konnten! Oder womöglich musste man sogar hoffen, dass er überhaupt noch eine haben wird *schauder*!
Hallo - so eine Unmenge von Konzerten und Promoterminen war eben einfach nicht schaffbar für so ein zartes Kerlchen! Ich versteh´ das auch nicht - ist doch klar, dass er da überfordert war:Obwohl Bill schon mal Probleme mit der Stimme hatte, schossen urplötzlich auf der ganzen Welt die Konzerttermine nur so aus dem Boden. Allein in den USA sollten im April 9 Konzerte stattfinden, und zwar gleich anschließend an die 24 (!!!!) Europa Konzerte seit Anfang März! Und überall kommen dazu natürlich unzählige Interviews, Promoauftritte uswusw. Das ist eigentlich alles gar nicht zu glauben! Na gut, überall schreien die Fans nach den Jungs und sie wollten natürlich alle befriedigen, aber was nicht geht, geht eben nicht!
Armer Bill....spätestens ab da war er dann erst recht überall in den Schlagzeilen! Sogar auf der amerikanischen "People" Seite! Da lag er noch unoperiert im Bett….!

Und dann….Bill hatte die OP sicher nicht zuletzt wegen unseres Daumendrückens anscheinend gut überstanden, und Anfang Mai sollten schon wieder die ersten Konzerte in den USA starten! Fand ich persönlich ja viel zu früh! Anfang Mai! Da war ja kaum seine Reha beendet!!!!
Für unser Dortmund Konzert gab es auch schon einen neuen Termin: 13. Juni! Ich war mir nicht sicher, ob er da noch und überhaupt schon stimmfit sein würde! Der Arme! Aber er konnte sich ja wohl selbst auch kaum bremsen, das Plappermäulchen….

Am Freitag, dem 13. standen wir dann also tatsächlich vor der Westfalenhalle….!
Mein sechstes TH Konzert....und die Mädels in der Schlange vor uns konnten das gar nicht glauben....ich irgendwie auch nicht!
Und was soll man sagen….Stell´ Dir vor es ist TH Konzert und keiner kommt ´rein!Sage und schreibe 20 Minuten NACH offiziellem Konzertstart standen noch so schätzungsweise 14.000 Leute vor der Halle - wir auch....mit den Füßen scharrend und ungeduldig besorgt, was zu verpassen! Selbst die von uns befragten Polizisten konnten keine näheren Angaben zu der monumentalen Verspätung machen! Man sagte, der Einlass habe erst eine Stunde vorher begonnen und zwar über zwei (!) Schleusen, an denen zwei (!) Ordner jeden der ersten zweitausend Fans , die vor lauter Erschöpfung in die Halle torkelten (tagelanges Lagern vorher), intensiv gefilzt haben. Das dauerte natürlich....und keine Ahnung, wie das hätte enden sollen!
Zum Glück lauerten die Tokio Jungs anscheinend genauso wie wir auf den Start und warteten mit dem Aufdiebühnespringen - wohl noch weniger geduldig, denn plötzlich wurden die Secleute wohl eines besseren belehrt und alle Schleusen waren weiiiiit offenoffenoffenoffen und die Massen ergossen sich nur so in die Halle *schwapp* Kontrollen gleich null - maximal wurde noch auf die Tickets geguckt!*Hetz* Treppen ´rauf, Sitzplatz erklommen und Sekunden später....Licht aus - unvorstellbares Kreischen....und los ging´s!
Kurz nochmal umschauen….die Westfalenhalle: nach all´ den Kellyjahren und -zig Hallen, die wir da gesehen haben, waren wir doch das allererste Mal hier! Imposant, beeindruckend und magisch - muss ich ja schon sagen! Ein riesiges Rund mit aufsteigenden Tribünen, und wenn da Tausende im Halbdunkel wie hier gerade vor sich hintoben, Leuchtstäbe und Arme schwenken, geht die Post aber auch sowas von ab!!!! Eine unglaubliche Atmosphäre!
Wir hatten hier (Weicheier-sorry-)Plätze auf einer der vorderen Tribünen, aber ganz wundervoll, denn von da war die Bühne gar nicht mal so weit entfernt! Genauso wundervoll geeignet zum Fotografieren! Obwohl ich selber damit immer Schwierigkeiten habe - auf meinen Bildern hab´ ich meist sehr deutlich und ausschließlich die Arme meiner Vorderleute abgelichtet - und mal ehrlich, wer will die sehen?
Also überlasse ich das Fotografieren lieber den Könnern unter uns und ich lausche....ohne Ohrstöpsel, versteht sich, damit nichts zwischen mir und Bills genialer Stimme steht!

Gefühlte1284 Bilder später, fast taub, dahingeschmachtet und völlig durchgerüttelt hingen wir dann über der Reling, bis wir gecheckt hatten, dass es wirklich schon wieder vorbei und allealle war *heul*....war wohl anzunehmen, als die Arbeiter die Bühne schon halb abgebaut hatten....oder????
Grübelgrübel....vielleicht hätten wir doch noch warten sollen....auf eine vierte Zugabe? Aber so ganz ohne Bühne....?
Wir haben jedenfalls dann doch den Rückzug angetreten, konnten nach wenigen Stunden auch schon wieder feste Worte zu uns nehmen....man musste nur in der nächsten Zeit ein klitzekleines bisschen lauter mit uns sprechen! Kein Wunder, wenn 90 Minuten lang Düsenjägergeschwader um einen kreisen, ne?
Dabei lief die eigentliche Musik vor dem ultimativen totalen Fangekreisch fast im Hintergrund....wichtigste Feststellung: Bills sensationelle Stimme ist wieder da!!!! Zwar sehr viel deutlicher auf CD....dafür aber hier live....JUBEL....von unschätzbarem Wert, da überhaupt noch vorhanden (kann bestätigt werden!)!

Schnuckelige Fanaktionen gab´s auch: Tausende von aufgeblasenen Gummihandschuhen („Wo sind Eure Hände?“) und selbstgebastelten Sternen…. alles von den Jungs kopfschüttelnd ob soviel hingebungsvoller Zuneigung gewürdigt!
Unglaublich auch, wie unnachahmlich es Bill gelingt, mit relativ sparsamen Bewegungen wahnsinnig viel Power in die Songs zu bringen und den Rhythmus regelrecht anzutreiben....hammer! Und sehr sehr geil anzusehen....!!!!
Übrigens: der arme Georg muss sich im Laufe eines Konzertes ja echt einige üble Scherze von Billi Boy auf seine Kosten gefallen lassen! Der Gute muss ja ein bärenstarkes Fell haben….und auf die Dauer auch jede Menge Humor….